Das Suchmaschinenurteil des EuGH: Google beginnt mit Löschung von Suchergebnissen

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs ist deutlich: Jeder europäische Bürger hat das Recht, dass  Dinge aus der Vergangenheit im Internet in Vergessenheit geraten. Geklagt hatte ein Spanier, dessen Haus zwangsversteigert wurde. Jahre nach der Versteigerung wollte er verhindern, dass weiterhin Informationen über die Zwangsversteigerung seines Grundstücks in den Suchergebnissen von Google  auftauchen. Der Europäische Gerichtshof stimmte zu; und Google steht jetzt in der Pflicht, die Einträge aus den Ergebnislisten zu löschen. Als Reaktion auf das Suchmaschinenurteil hat Google in der vergangenen Woche ein entsprechendes Formular bereitgestellt, mit dem die Löschung von Einträgen beantragt werden kann. Schon am ersten Tag gab es rund 12.000 Anträge, zu Spitzenzeiten gab es 20 Anträge pro Minute. Strittig ist allerdings die Authentifizierung der Antragsteller: Google verlangte in der ersten Version des Formulars eine Kopie des Personalausweises. Datenschützer kritisierten dieses rechtswidrige Verfahren, darauf änderte Google das Formular. Aktuell wird verlangt, eine Kopie eines „identifizierenden Dokuments“ mitzusenden. Diese Form der Authentifizierung ist weit verbreitet und wird auch an anderen Stellen zur Identifizierung der Nutzer verlangt (so zum Beispiel auch bei einer sogenannten „Schufaauskunft“). „Wir halten diese Form der Authentifizierung für kritisch, denn sie bietet eine Menge Missbrauchspotential“ erklärt Dominic Adenuga, Geschäftsführer der Money and Data Protection Solutions. „ Zum einen handelt es sich bei einem im Internet hochgeladenen Dokument keinesfalls um eine beglaubigte Kopie. Es können keinerlei Aussagen darüber gemacht werden, woher diese Kopie stammt. Zum anderen bleibt völlig unklar, was im Folgenden mit der Ausweiskopie und den darin enthaltenen Daten passiert.“ Grund genug, Authentifizierungsvorgänge im Internet genauer unter die Lupe zu nehmen. Hinweise auf die „normale“ Authentifizierung der Nutzer durch Benutzername und Passwort oder durch eine mobile TAN-Nummer, die per SMS versendet wird, scheitern ebenfalls in punkto Sicherheit. „Auf der Suche nach einer sicheren und benutzerfreundlichen Lösung, Nutzer im Internet zu identifizieren, sind wir auf keine befriedigende Lösung gestoßen“ erläutert Dominic Adenuga. „Das war vor circa zwei Jahren. Dann haben wir CosmoKey entwickelt. Wir bieten mit CosmoKey eine einfache und sichere Form der Authentifizierung, die als Schutzschild für das Firmennetzwerk, den Datenaustausch im Internet oder das eigene, private Netzwerk zu Hause flexibel einsetzbar ist“.

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