Das Team hinter CosmoKey

Im Portrait: Dominic Adenuga, Geschäftsführer bei CosmoKey

Schon mit acht schrieb Dominic Adenuga seine ersten Computerprogramme. Und diese Leidenschaft für IT ist geblieben – bis heute. Als Erfinder des CosmoKey, der mit seinem intelligenten Verfahren und seinem nutzerbegeisternden Design international zum Patent angemeldet ist, gründete er 2014 die CosmoKey GmbH & Co. KG.

 

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So fing alles an…
Supermann ist Schuld. So viele positiv besetzte, farbige Charaktere gab es damals nicht im Fernsehen. Bill Cosby vielleicht. Als kleines Kind habe ich irgendwann mal Supermann 3 geguckt. Der begnadete Richard Pryor spielt in Superman 3 einen arbeitslosen Programmierer, der erst zum Gauner wird, dann aber am Ende doch Supermann hilft, die Welt zu retten. Das hat mich total umgehauen. Für Technik habe ich mich sowieso schon immer begeistert. Ich erbettelte mir einen C64. Spiele gab es damals kaum und wenn, dann zu horrenden Preisen. Aber man konnte seitenweise Programme aus Zeitschriften abtippen. Ja richtig gelesen: abtippen. Oder mit „if/then“-Befehlen eigene Welten kreieren. Das war großartig. Physisches Spielzeug war ja immer begrenzt, aber digitales nur durch meine Vorstellungskraft.

Warum Open Source?
Ich zähle mich zu der Gemeinde der Aluhüte. Und die aktuelle Nachrichtenlage bestätigt ja auch leider viele, lange nur vermutete Bedenken. Für mich ist eines ganz klar: Wenn ein User bei sich Software laufen lässt, muss er auch die Möglichkeit haben nachzuvollziehen, was da passiert. Umso mehr beim Thema IT-Sicherheit. Selbst bei Open Source-Software werden Lücken essentieller Bestandteile von dem, was wir als Internet wahrnehmen, erst nach Jahren aufgedeckt. Aber immerhin gibt es überhaupt eine Möglichkeit sie aufzudecken.

Woher nehmen Sie Ihre Energie und Ăśberzeugung fĂĽr CosmoKey?
Jeder sollte auch im digitalen Leben einfach sicher sein. Ich durfte in der Wild-West-Zeit des Internets aufwachsen. Das war ein unglaubliches Gefühl. Die Welt schien gar nicht mehr so groß zu sein, vieles nicht mehr rationiert. Doch die unbeschwerten Zeiten sind längst vorbei. Was einmal als freiheitsstiftendes Werkzeug gestartet ist, hat sich längst als ideales Werkzeug der Überwachung herausgestellt. Und man kann es den Sicherheitspolitikern nicht einmal verübeln: Natürlich wollen sie auch im Netz für Sicherheit sorgen. Und je größer die Kriminalität im Netz, desto größer die Auflagen und die Überwachung. Deshalb will ich an Technologien mitarbeiten, die Sicherheit schaffen und Kriminalität bekämpfen. Und sich trotzdem nicht zur Überwachung missbrauchen lassen. Ich möchte dazu beitragen, das Internet so zu erhalten, wie ich es erlebt habe und ich es mir auch weiterhin wünsche. Im Prinzip möchte ich also das schützen, was mir wertvoll ist – ein ganz natürlicher Mechanismus, den wohl jeder kennt.

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