5 Gründe, warum Authentifizierungsprobleme komplett unterschätzt sind

Mit der gestiegenen Nutzung von Diensten im Internet, den immer zahlreicheren Angriffen auf interne Systeme und die Einführung von mobilen Systemen in die Unternehmenskultur wird die Frage nach der Sicherheit neu beleuchtet. Nichts ist schlimmer als der unbefugte Zugriff auf sensible Daten, ob nun im unternehmerischen oder im privaten Bereich. Daher ist es die richtige Zeit, um sich mit Möglichkeiten zu beschäftigen, die über vermeintlich sichere Passworte hinausgehen. Besonders die generellen Probleme mit der Authentifizierung sollten dabei beleuchtet werden.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung konnte in den letzten Jahren eine breite Beliebtheit bei Administratoren und Experten der Sicherheit gewinnen. Es ist die Mischung aus den traditionellen Methoden von gut verschlüsselten Inhalten und sicheren Passworten mit dem zusätzlichen Schutz durch einen physischen Token. Es reicht schon eine Chipkarte oder nur das eigene Smartphone und schon ist es für einen unbefugten Angreifer nicht mehr möglich, Zugriff auf fremde Daten zu erhalten. Statt nämlich einfach nur auf die Eingabe eines Passworts zu setzen, werden einmalige Codes oder zusätzliche Chips dafür genutzt, einen Account zu schützen. Wer ganz sicher gehen will, der setzt in der heutigen Zeit lieber auf einen physischen Token. Während bei der Sicherung mit dem Smartphone immer noch die Möglichkeit für Hacker besteht, sich dazwischen zu schalten und die Codes abzufangen, bietet ein Token da wesentlich mehr Schutz. Hier wird mit keiner weiteren Schnittstelle gearbeitet und es ist für Hacker daher nahezu unmöglich, sich Zugriff auf das gesicherte Netzwerk zu verschaffen. Dazu müssten sie schon im Besitz des Tokens sein, denn nur wer sich zusätzlich zu Benutzername und Passwort mit dem Token identifiziert, kann auch auf das gesicherte Netzwerk zugreifen. Noch dazu ist es für den Nutzer wesentlich angenehmer und einfacher, sich per Knopfdrück über einen Token zu identifizieren. Die einzige Bedingung dabei ist: Der Nutzer selbst muss dafür sorgen, dass er den Token immer bei sich trägt.

Immer mehr Unternehmen schützen sich mit hochpreisigen Lösungen gegen mögliche Angreifer aus dem Internet. Sämtliche Geräte werden abgeschirmt, in Verschlüsselungen Unsummen investiert. Dabei reicht schon ein Blick auf die Probleme mit der Authentifizierung, um klar zu sehen, dass lieber in diesem Bereich nachgerüstet werden sollte. Einige Beispiele, warum der Bereich des zusätzlichen Schutzes bei der Sicherung der eigenen Identität wichtig ist:

1. Die Probleme der Benutzer

Einer der größten Faktoren, der selten benannt aber jedem Experten klar ist, ist der Nutzer selber. Noch immer wird mit Passworten aller Art sehr sorglos umgegangen. Viele Menschen notieren sie, nutzen für viele Dienste das gleiche Passwort und werden so angreifbar. Mit einer verbesserten Authentifizierung ist es selbst dann, wenn ein Passwort für einen Angreifer bekannt wird, immer noch möglich, die entsprechenden Daten zu schützen.

2. Hacker werden immer kreativer

In der heutigen Zeit sind es vor allem die Hacker selber, die kreativer werden. Sie setzen sich zwischen die Kommunikation zwischen Nutzer und Server. So werden Passworte bekannt und Daten können manipuliert werden – sofern sich der Nutzer nicht mit einem zweiten Faktor identifizieren muss.

3. Immer mehr Dienste werden genutzt

Früher brauchte man ein Passwort für den PC und vielleicht noch für das E-Mail-Konto. Heute sind Authentifizierungen bei jedem Dienst vorhanden. Eine zusätzliche Absicherung und eine einfachere Verwaltung sind erforderlich, um die eigenen Daten sicher zu halten.

4. Jede Hürde zählt

In Zeiten, in denen die Hacks von großen wie kleinen Diensten immer bekannter werden, ist die Authentifizierung einer der wenigen wirksamen Schutzmaßnahmen, mit denen der Nutzer selbst die Kontrolle behält. Eine absolute Sicherheit für die Daten gibt es nicht, aber mit jeder zusätzlichen Hürde wird es für Angreifer schwieriger und uninteressanter, einen digitalen Einbruch zu begehen.

5. Mobile Technologien erhöhen den Druck bei der Sicherheit

Da sich immer mehr Nutzer für Tablet oder Smartphone entscheiden, Apps und mobile Zugriffe ebenfalls zu einer Gefahr werden, wird das Smartphone zu einem Werkzeug und einer Bedrohung im gleichen Maße. Es wird für die Dienste immer schwieriger diese Problematik richtig abzusichern, daher ist es an dem Nutzer selbst, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Es gibt viele gute Gründe, warum in der heutigen Zeit auf die ZFA gesetzt werden sollte. Sie ist weitaus günstiger einzurichten als so manche andere Sicherheitsmaßnahme und bietet im direkten Vergleich einen weitaus höheren Schutz. Da es immer mehr Komfort bei der Einrichtung und bei der Nutzung gibt, sollten Unternehmen sie nutzen, um ihre Mitarbeiter bei den Anforderungen der Sicherheit zu unterstützen. Und auch im privaten Bereich bietet sie eine neue und verbesserte Form der Sicherheit.

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